Gesamtregister der Mennonitischen Geschichtsblätter

1. – 67. Jahrgang  (1936 – 1940 und 1949 – 2010)



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„Die Mennonitischen Geschichtsblätter wollen ihre Leser über die Ergebnisse der fortschreitenden Forschung auf dem Laufenden halten und durch besondere Abhandlungen die Kenntnis unserer Geschichte erweitern“.

Mit dieser knappen Absichtsbekundung Christian Heges erschien im November 1936 mit Heft 1 und 2 der erste Jahrgang dieser theologisch – historischen Zeitschrift zur Erforschung der Täufer- und Mennonitengeschichte, herausgegeben vom 1933 gegründeten Mennonitischen Geschichtsverein. Jahreshefte mit rund 80 Seiten in der Anfangszeit haben sich im letzten Jahrzehnt zu Jahrbüchern mit weit über 200 Seiten entwickelt. Die inhaltliche Ausrichtung ist merklich erweitert, theologisch und sozial–kulturelle Fragestellungen gewannen gegenüber rein historisch orientierten Beiträgen an Bedeutung. Der Kreis der Autoren war und ist bis heute international und nicht ausschließlich mennonitisch. Und dennoch spiegeln die Mennonitischen Geschichtsblätter aufgrund ihrer intellektuellen Offenheit die Vielfalt der Welt des Täufermennonitentums von seinen Anfängen bis heute überzeugend wider.

Mittlerweile sind – mit kriegs- und nachkriegsbedingter Unterbrechung von 1941 bis 1948 -67 Jahrgänge erschienen, eine außerordentliche herausgeberische Leistung in Kontinuität und Qualität, die nicht nur hierzulande auf beachtliche Resonanz stößt.

Vor einigen Jahren hatten Eckbert Driedger, Christine Neff und Jürgen Haury zum internen Gebrauch für die Mennonitische Forschungsstelle auf dem Weierhof eine Excel - Datei mit allen Hauptbeiträgen bis zum Jahrgang 63 (2006) erstellt, die sich nun insbesondere für die Jahrgänge 1963 und zurück, die noch in Frakturschrift gesetzt waren, als hilfreich erwies.

Das jetzt völlig neu erarbeitete Gesamtregister aller Jahrgänge erfasst und sortiert nach Stichworten sämtliche Beiträge vom wissenschaftlichen Aufsatz über den Konferenzbericht bis hin zu einem Jubiläumshinweis einer Kirchengemeinde. Es möchte den Gebrauchswert der Mennonitischen Geschichtsblätter steigern, die vertiefende Sicht auf unterschiedliche Forschungswege fördern und vielleicht auch wieder die Aufmerksamkeit auf Jahrzehnte zurückliegende Veröffentlichungen lenken. Ein ganz eigener Blick auf 75 Jahre mennonitische Geschichte, Geschichtsschreibung und mennonitisches Selbstverständnis ist nun aus unterschiedlichen Perspektiven möglich – und dank Benji Wiebes Hilfe online gestellt, öffentlich, jedermann zugänglich.

Die Mennonitischen Geschichtsblätter gehören fortan in der großen Landschaft der theologischen Zeitschriften zum ganz kleinen Kreis derer, die über ein Gesamtregister verfügen.

Ich widme diese Registerarbeit Hans-Jürgen Goertz in Erinnerung an die gemeinsame Zeit im Heidelberger Ökumenikum von 1969 bis 1972, die mich in vielerlei Hinsicht nachdrücklich prägte und auf die ich mit Dankbarkeit zurückblicke. Hans-Jürgen Goertz ist seit über 40 Jahren Autor und Schriftleiter der Mennonitischen Geschichtsblätter. Ihr Profil ist unverkennbar verbunden mit seinem souveränen Wirken als Täuferhistoriker und -theologe.

Hochdorf-Assenheim im Frühsommer 2011
Helmut Foth

Download:
MGBl Gesamtregister v1.pdf