Stiftung Mennonitische Forschungsstelle Weierhof
Diese Stiftung wurde im Juni 2002 ins Leben gerufen. Ihr Zweck ist die Förderung und Unterstützung der wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben der Mennonitischen Forschungsstelle in Weierhof/Pfalz. Die Stiftung ist gemeinnützig und stellt eine öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek mit Ausleihe und Archiv zur Erforschung der mennonitisch-täuferischen Geschichte bereit. Dort sind rund 16000 Titel in Form von Büchern, Kirchenbüchern, Zeitschriften, Videos, historischen Dokumenten und Exponaten zur Geschichte der Täufer und Mennoniten vorhanden. Laufend kommen weitere Dokumente hinzu. Forscher aus dem In- und Ausland können in der Forschungsstelle arbeiten und wohnen. Sie ist eine Anlaufstelle für Täuferforscher aus aller Welt geworden, eine lebendige Begegnungsstätte mit der Geschichte.
Die Online-Katalogisierung der Bestände auf Computer ist die derzeit vorrangige Aufgabe. Mit ihrer Hilfe soll die Forschungsstelle mittelfristig an das internationale elektronische Verbundnetz der Forschungsbibliotheken angeschlossen werden. Rund 13000 Titel müssen noch in den Online-Katalog aufgenommen werden. Dies geschieht bisher durch ehrenamtliche Helfer. Um diesen Berg abzuarbeiten ist jedoch die Anstellung einer Bibliothekarin/ eines Bibliothekars erforderlich.
Mittelfristig wäre es darüberhinaus wünschenswert, bestimmte Epochen der Täufergeschichte durch die Auslobung von Forschungspreisen untersuchen zu lassen. Und schließlich wird 2007 mit den Vorarbeiten zur Herausgabe eines Ergänzungsbands zum Mennonitischen Lexikon begonnen
Ideen sind in der Tat reichlich vorhanden.
Dazu braucht die Stiftung jedoch eine breitere finanzielle Basis. Die Erträge aus dem bisherigen Stiftungsvermögen reichen noch nicht aus, um eine solche Kraft allein aus dem Stiftungskapital zu finanzieren.
Das Stiftungskapital beläuft sich Ende 2006 auf rund 60.000 Euro. Das ist ein kleiner Betrag, aber ein guter Anfang. Die bisherigen Zu-/Stiftungen wurden in einem offenen Immobilienfonds angelegt. Das derzeit niedrige Zinsniveau erlaubt jedoch keine großen Ausschüttungen.
Der Mennonitische Geschichtsverein sucht daher Stifter und Spender, damit auch kommende Generationen ein Zentrum der Erforschung der Geschichte der Täufer und Mennoniten vorfinden.
Die Unterstützung kann auf zweifache Weise erfolgen:
Als Spende: sie dient dazu, die Arbeit der Forschungsstelle zu unterstützen. Mit ihr werden die laufenden Kosten bestritten, z. B. für die Katalogisierung der Bücher. Als Spende können pro Jahr bis zu 10% des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben abgesetzt werden. Sie erhalten am Jahresende eine Zuwendungsbestätigung. Ihre Überweisung sollte in diesem Fall mit dem Vermerk „Spende“ versehen sein
Als Zustiftung (so wird eine Zuwendung in den Vermögensstock der Stiftung genannt): Ihre Zustiftung geht ein in das Stiftungskapital der „Stiftung Mennonitische Forschungsstelle Weierhof“. Dieses nichtantastbare Stiftungskapital wird vom Verwaltungsrat ertragbringend angelegt. Die Erträge aus diesem Vermögensstock stehen der Forschungsstelle Jahr für Jahr kontinuierlich zur Verfügung. Laut Stiftungsgesetz können pro Jahr (zusätzlich zur Spende) bis zu 20.450,- Euro vom Gesamtbetrag der Einkünfte als Sonderausgabe geltend gemacht werden.
Die Zustiftung kann in 3 verschiedenen Formen erfolgen:
o Sie kann als Überweisung mit dem Vermerk „Zustiftung“ erfolgen.
o Erbschaften und Testamente: Wenn ein Erbe seinen Erbteil (oder einen Teil davon) innerhalb von 2 Jahren nach Eintritt des Erbfalls an die Stiftung weiterleitet, so bleibt dieser Betrag von der Erbschaftssteuer befreit. Bereits gezahlte Erbschaftssteuer wird vom Finanzamt erstattet.
o Schließlich ist auch eine Testamentsspende (Vermächtnis) möglich. In diesem Fall setzt der Erblasser die „Stiftung Mennonitische Forschungsstelle Weierhof“ als Vermächtnisnehmerin (d.h. als (Mit-) Erbin) ein. Stiftungen unterliegen nicht der Erbschaftssteuer. Erbschaften, auch durch Übertragung von Grundstücken, Wertgegenständen, Aktien, etc. tragen als Zustiftungen zur Erhöhung des Stiftungskapitals bei.
Diese Unterstützung hilft uns, die Arbeit der Forschungsstelle langfristig auf eine solide Grundlage zu stellen, so dass auch nachfolgende Generationen die Geschichte, die Herkunft, die Haltung im Glauben und die Lebensbedingungen der Täufer/Mennoniten erforschen können und gegebenenfalls auch die Herkunft ihrer Familien.