neues wagen – Kirche anders

von | Mai 22, 2025

neues wagen – 500 jahre täuferbewegung

Kirche anders

Unter den täuferischen Reformatoren gab es führende Persönlichkeiten wie Baltasar Hubmaier, Helena von Freyberg, Hans Denk oder Menno Simons (nach ihm wurden die Mennoniten benannt). Doch wollten die neuen Gemeinschaften nicht durch Hierarchie oder Macht geleitet sein. Jeder und jede Gläubige sollte selbständig die Bibel lesen, in Gemeindeentscheidungen mitreden und das Evangelium verkündigen. Geschwisterlich wollten sie miteinander umgehen, sich gegenseitig ermahnen und ermutigen. Schlichte Gottesdienstformen, verständliche, alltagsrelevante
Predigten und verbindliche Gemeinschaft prägten das Gemeindeleben.

Rollup „Kirche anders“

Mündig glauben

Die Täuferinnen und Täufer der Reformationszeit wollten den Glauben von kultureller und politischer Bevormundung befreien. Nicht der Kaiser, Papst, Landesherr oder die Gesellschaft sollten bestimmen, was der Einzelne glaubt und wie er dies ausleben würde. Alle sollten ihrem eigenen Gewissen und ihrer Erkenntnis folgen. Selbst ihren Kindern ließen sie die Freiheit, ob sie glauben wollten oder nicht. Darum tauften sie ihre Kinder nicht. Viele ließen sich – wie in der neutestamentlichen Gemeinde – als Erwachsene taufen.

Rollup „Mündig glauben“

Hoffnung gestalten

Eine bessere, gerechte Welt – das war die Sehnsucht vieler. Rigorose Machtstrukturen unterdrückten damals viele
Bauern und Landlose. Kriege verwüsteten Landschaften und Städte. Habgier, Willkür und Grausamkeiten bestimmten oft das Zusammenleben, selbst in der herrschenden Kirche. Die konfessionelle Rigorosität und die enge Verbindung
von Politik und Kirche schufen ein System von ungesunden Abhängigkeiten

Rollup „Hoffnung gestalten“

Themenheft „Kirche“

Täuferische Christinnen und Christen verstehen Kirche als eine freiwillige Gemeinschaft von Glaubenden. Sie haben sich bewusst dafür entschieden, ein Leben mit Jesus Christus zu führen, der Bibel zu vertrauen und in Gemeinschaft miteinander zu leben. Die Gemeinde soll ein sichtbares Zeugnis für Frieden und Versöhnung leben. Sie lädt alle Menschen dazu ein, Jesus Christus als Retter und Herrn kennenzulernen.

Themenheft „Kirche“